• Ursula Liechti

GEFANGEN IM DRAMA – BEFREIT VOM TRAUMA


Was für eine Erlösung! Dem Schmerz nicht mehr ausgeliefert sein! Schmerz ist Angst, Angst ist Schmerz und um es auf einen Nenner zu bringen, es ist Stress. Ein Trauma entsteht durch ein überwältigendes Erlebnis, dem man sich ausgeliefert fühlt. Eine Bedrohung, spürbare Macht- und Hilflosigkeit! Ein Trauma kann alles sein und jeder Mensch reagiert anders. Was der eine Mensch einordnen kann, kann einem anderen Menschen zusetzen. Ereignisse in der frühen Kindheit, die also unbewusst erlebt wurden, das heisst, man konnte nicht denken und schon gar nicht begreifen, zeigen sich besonders hartnäckig. Ein erwachsener Mensch aus dem Umfeld des Kindes kann dies einordnen und findet nichts dabei. Einem Kind dann zu sagen, dass dies nichts ist, was jetzt gerade stattfindet, kann gerade noch einmal Angst machen, weil das Kind es ja nicht begreift. Oft kommt auch das Gefühl des Ungeschützt sein dazu. Unverarbeitete Ereignisse zeigen sich als Symptome, Ticks, oder Macken. Wenn jemand dafür noch ausgelacht wird, kann es für diesen Menschen lebensbedrohlich sein. Er hat in dieser Situation keine Wahlmöglichkeiten, er ist blockiert. Angst und Panikattacken treiben ihr Unwesen. „ES“ macht mit einem, man hat keine Gewalt darüber. Gerade weil man es nicht begriffen hat, hat man es verdrängt, oder verleugnet und ignoriert es. Jedoch ist als eine Information im System abgelegt und wird sich immer wieder bemerkbar machen. Die Symptome können alles sein: Schlaflosigkeit, Unfälle, Trennungen, Verluste, Krankheiten, Magersucht, Fettleibigkeit, Suchtverhalten, übermässige Wachsamkeit, Geräuschempfindlichkeit, Schreckhaftigkeit, Selbstverletzung, Phobien, Asthma, Zwanghaftigkeit, übersteigertes Ego, Anerkennungs-, Bestätigungssucht und vieles mehr – Grenzen sind keine gesetzt. Jeder, der ein Trauma erlebt, reagiert anders. Medikamente können für die Symptombehandlung vorübergehend hilfreich sein, auf die Dauer „reparieren“ diese nichts. Die Ursache muss gelöst werden. Wird nur das Symptom aufgelöst, wird sich diese Stressinformation auf einen anderen Bereich auswirken. Den kleinen Fisch zu fangen, nützt nichts. Es ist der grosse Fisch, der ins Netz gehen muss, damit keine kleinen Fische mehr gebildet werden können. Ein Trauma kann lange ruhig bleiben, bis irgendein Auslöser, diesen erlebten Stress hervorholt. Zum Beispiel durch eine Ausnahmesituation, die im Leben eingetreten ist. Die Komfortzone ist gestört und man kann den Schutzwall nicht mehr aufrecht erhalten. Stress und Schmerz können aufgelöst werden - Mental-Training macht‘s möglich. Ursula Liechti's Mental-Training – steht für den Erfolg (Photo by Nick Page on Unsplash)

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